Kurzkettige Fettsäuren & Immunsystem

Darmgesundheit & Autoimmunerkrankungen

Der menschliche Darm ist von bis zu 100 Billionen Bakterien bevölkert, die einen wesentlichen Anteil am Stoffwechsel und am Immunsystem haben. Gleichzeitig wird der Organismus von feindlichen Bakterien und Viren attackiert, die vom körpereigenen Immunsystem in Schach gehalten werden müssen. Wenn dieser Mechanismus aus dem Gleichgewicht gerät, kann die Immunabwehr sich auch gegen die günstigen Bakterien richten und den eigenen Körper bekämpfen – in diesem Fall spricht man von einer Autoimmunerkrankung. Wenn das Immunsystem aktiv wird, entstehen Entzündungsreaktionen im Körper, die das Gewebe im Gehirn (Multiple Sklerose), in der Darm (Morbus Crohn) oder in den Gelenken (Rheuma) schädigen.

Neue Studie: Propionsäure und ihr Einfluss auf Autoimmunerkrankungen

Kurzkettige Fettsäuren und die Darmwand

Die Darmwand besteht aus Zellen, die den Körper vor schädlichen Viren und Bakterien schützen und die wertvolle Nährstoffe in den Organismus weiterleiten – den so genannten Epithelzellen. Kurzkettige Fettsäuren sind wichtig für diese Zellen, um diese Funktion aufrechtzuerhalten: Einerseits dienen sie den Zellen als Energiequelle. Andererseits unterstützen sie die Zelle bei der Produktion von antimikrobiellen Peptiden, die der Abwehr einer Infektion durch Mikroorganismen dienen.

Kurzkettige Fettsäuren und der Stoffwechsel

Auch der Zuckerstoffwechsel wird durch kurzkettige Fettsäuren beeinflusst: Zunächst regen kurzkettige Fettsäuren die Insulinproduktion an. Insulin senkt den Blutzuckerspiegel und sorgt für ein Sättigungsgefühl, sodass der Hunger – gerade auf Süßes – deutlich nachlässt. Doch die Fettsäuren haben auch einen weiteren Einfluss auf den Zuckerstoffwechel: Auch die Darmhormone GLP-1 (Glucagon-like Peptid 1) und PYY (Peptid-YY) werden durch kurzkettiger Fettsäuren vermehrt ausgeschüttet. Dadurch wird der die Magenentleerung verzögert, was den Appetit reduziert. Das Hormon PYY wirkt ebenfalls appetitreduzierend.

Ungünstige geltende Fette

Durch kurzkettige Fettsäuren wird darüber hinaus die Speicherung anderer, ungünstiger Fette in der Leber reduziert. Außerdem verringern kurzkettige Fettsäuren die Neubildung dieser ungünstigen Fette, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen können.

Wie werden kurzkettige Fettsäuren hergestellt?

Auf natürlichem Wege werden kurzkettige Fettsäuren von Darmbakterien erzeugt: Je ballaststoffreicher unsere Ernährung ist, desto mehr kurzkettige Fettsäuren können wir auf diese natürliche Art herstellen. Die Gewinnung von Natriumpropinat für die Herstellung von Propital erfolgt in Deutschland nach den höchsten Standards und mit modernsten Produktionsmethoden.